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Lukas Ehlert traf dreifach

(Bericht von osthessen-zeitung.de vom 08.November 2025) Bad Soden (jah) – Das hatte sich die SG Bad Soden sicherlich einfacher ausgemalt: Die Sprudelkicker haben sich in der Fußball-Verbandsliga am Ende zwar mit 5:3 (2:0) gegen die SG Johannesberg durchgesetzt, mussten sich dafür aber gewaltig strecken: Auf dem Kunstrasen in der Kurstadt bot die SGJ dem Favoriten nicht nur Paroli, sondern war phasenweise sogar die bessere Mannschaft.

„Wir haben heute das erste Mal auf Kunstrasen gewonnen. Das ist aber schon das Positivste, was ich aus dem Spiel heute mitnehme“, betonte Bad Sodens Trainer Lars Schmidt vielsagend: „Ich weiß ja, dass Johannesberg viele Spiele eng gestaltet und dann hintenraus noch verloren hat. Sie haben oft gezeigt, dass sie phasenweise durchaus mithalten können. Heute haben wir aber noch einen entscheidenden Teil dazu beigetragen“, haderte der Sprudelkicker-Coach und verwies auf die Entstehung der Gegentreffer: „Wir haben fahrlässig verteidigt. Dann steht es plötzlich 3:3, obwohl wir das 3:0 machen müssen.“

„Man hat hier heute nicht gesehen, dass der Tabellenzweite gegen den Tabellenletzten gespielt hat“, betonte auch SGJ-Coach Meik Voll auf der anderen Seite: „Ich glaube, Bad Soden war überrascht, wie wir heute aufgetreten sind und musste an die Grenzen und darüber hinaus gehen, um uns zu bezwingen.“ Vier Möglichkeiten zählte Voll im ersten Durchgang für sein Team, unter anderem Sardi Bardhushi vergab nach einer knappen Viertelstunde die große Chance zur Führung. „Soden hatte zwei Chancen, und die machen sie halt beide. Dann gehst du mit dem 0:2 in die Pause“, haderte Voll, konnte seinem Team aber für das Engagement und die Leistung nach dem Rückstand nur ein Kompliment aussprechen: Durch einen Doppelschlag von Amir Hossini waren die Johannesberger plötzlich wieder drin im Spiel, und auch auf den erneuten Führungstreffer des überragenden Lukas Ehlert (60.) hatte Bardhushi eine blitzschnelle Antwort parat. „Wir sind sehr stark zurückgekommen“, lobte Voll – nur um dann mit ansehen zu müssen, wie sich sein Team selbst um den verdienten Lohn brachte: Vor dem 4:3 der Sprudelkicker – natürlich wieder durch Ehlert – hätten die Gäste den Ball leicht klären können, das 5:3 resultierte aus einem Eigentor der SGJ.

„Das Schicksal ist einfach nicht auf unserer Seite im Moment. Wir hätten heute eine Belohnung verdient gehabt“, ärgerte sich Meik Voll und auch Lars Schmidt konnte sich abschließend nur verhalten über die drei Punkte freuen: „Wir gehen heute mit keinem erhabenen Gefühl aus diesem Spiel.“

Bad Soden: Myumyunov; Saracevic, Dagostino, Banh, Ehlert, Costa Sabate, Neiter, Vinojcic, Mosch, Pospischil, Arsov (Kovac, Noori, Fiorentino, Krayer, Alipek)

Johannesberg: Ditzel; Kamdem, Schneider, Schmitt, Katusic, Bislimi, Bardhushi, Wolf, Sammet, Hossini, Sharif (Nunes, Schlotzhauer, Marquardt, Schenkel)

Schiedsrichter: Adil Challioui (Rumpenheim)

Tore: 1:0 Lukas Ehlert (36.), 2:0 David Costa Sabate (45.), 2:1 Amir Hossini (53.), 2:2 Amir Hossini (56.), 3:2 Lukas Ehlert (60.), 3:3 Sardi Bardhushi (61.), 4:3 Lukas Ehlert (73.), 5:3 Gent Bislimi (83., Eigentor)

Zuschauer: 180

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