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(Bericht von osthessen-zeitung.de vom 16.November 2025) Eichenzell (pf) – Was für eine Dramatik am Sonntagnachmittag: Die SG Bad Soden konnte am Ende glücklich über einen Punkt in Eichenzell sein. Und was die Britannia vorher direkt unterschrieben hätte, war ganz bitter: In der Nachspielzeit – und in Überzahl – vergab Eichenzell die große Chance vom Elfmeterpunkt zum Sieg. So aber blieb es beim 2:2 (2:0).

2:0 geführt, Soden wütend gemacht, dann massiv unter Druck geraten. Hintenraus roch es fast eher nach einem Lucky Punch der Sprudelkicker, als für den FC Eichenzell. Doch Chrsitian Pospischil musste in einer wilden Schlussphase kurz nach dem Ausgleich nach wiederholtem Foulspiel vom Platz, und die Eichenzeller trauten sich doch nochmal nach vorne. Nach Foul an David Heil gab es Elfmeter in der Nachspielzeit, und Arnis Mulaj hätte zum Matchwinner werden können. Doch er schoss die Kugel über das Tor.

„So kurz nach dem Spiel sind das ganz klar zwei verlorene Punkte“, sagte FCB-Coach Heiko Rützel etwas geknickt. Doch er konnte dem Duell auch etwas Gutes abgewinnen, und sah, dass sein Team auf dem richtigen Weg ist: „Wir konnten den Tabellenführer schlagen, jetzt das 2:2 gegen den Zweiten. Das war wieder eine brutal gute Mannschaftsleistung, die auch den Sieg verdient gehabt hätte“.

Besonders ärgerlich: Mitte der zweiten Hälfte vergab Marcel Ludwig die Riesenchance auf das 3:0, die Partie wäre danach wohl durch gewesen. Doch der Rasenplatz war etwas uneben, der Ball versprang. „Er kann ihn annehmen und ins leere Tor einschieben, dann ist das Spiel tot“, haderte Rützel, ohne aber einen großen Vorwurf machen zu wollen. Im Gegenzug fiel der Anschlusstreffer für Bad Soden, und der Druck wurde immer größer. Und es ging bitter weiter aus Eichenzeller Sicht: Zum 2:2 führte ein fragwürdiger Elfmeter, den der Schiri nach etwas Zögern gab und nachher erklärt habe, „dass jemand gezogen habe“, so Rützel. Wer, konnte der Unparteiische wohl gar nicht angeben, während sein Assistent noch eine Abseitsstellung gesehen haben will. Lukas Ehlert blieb dennoch cool und verwandelte zum 2:2 – es wurde eine ganz hitzige Schlussphase. Die Krönung wäre der Elfmeter gewesen, Mulaj übernahm Verantwortung, scheiterte dann aber. „Natürlich hat Bad Soden eine brutale Qualität, sie haben immer daran geglaubt“, musste Rützel hinterher anerkennen.

Die Gäste wiederum hatten sich nach dem schnellen 0:2 Mitte der ersten Hälfte erstmal schütteln müssen, und auch Trainer Lars Schmidt – eigentlich ein ruhiger Vertreter an der Seitenlinie – konstatierte: „Es war etwas unerklärlich, wie wir begonnen haben. Das hatte ich nicht so erwartet“. „Verhalten“ war wohl noch etwas untertrieben, hinten passte kaum etwas. Erst nach einem Doppelwechsel nach dem 0:2 wurde es besser, und die ausgewechselten Saracevic und D’Agostini waren da bereits mit Gelb verwarnt. „Da fehlte die Stabilität und der Zugriff. Danach wurde es etwas besser, wir haben es aber verpasst, den Anschluss zu finden“, sagte Schmidt zur restlichen ersten Hälfte. Allerdings habe sich seine Mannschaft in die Partie „rein gearbeitet“ und sich das 2:2 verdient, wenngleich auch er die große Chance des FCB aufs 3:0 und den Elfmeter ansprach: „Dann kannst du froh sein, wenn du am Ende den Punkt mitnimmst“.

Eichenzell: Grösch; Badji Coly, Nitz, Dugan, Pfeiffer (70. Röhrig), Ludwig (70. Heil), Sawatzky, Fröhlich, Reith, Sang, Mulaj.

Bad Soden: Myumyunov; Saracevic (33. Noori), D’Agostini (33. Pospischil), Banh, Kovac, Ehlert, Costa Sabate, Neiter, Vinojcic, Mosch (86. Fiorentino), Arsov (75. Alipek).

Schiedsrichter: Marvin Roos (Echzell)

Tore: 1:0 Arnis Mulaj (25.), 2:0 Philipp Pfeiffer (30.), 2:1 Mirza Kovac (65.), 2:2 Lukas Ehlert (79., Foulelfmeter)

Zuschauer: 300

Gelb-Rote Karte: Christian Pospischil (Bad Soden, 83.)

Verschossener Foulelfmeter: Arnis Mulaj (Eichenzell, 90.+1) – über das Tor

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