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Marcel Mosch sammelte gegen Vellmar fleißig Scorerpunkte (Archivfoto von sportfotos-mkk)

(Bericht von osthessen-zeitung.de vom 21.März 2026) Bad Soden (pf) – Schon das eine oder andere Mal hatte der OSC Vellmar die SG Bad Soden ärgern können. Am Samstag war es nicht so – zumindest sagte das Ergebnis etwas anderes aus: Die Nordhessen fuhren mit einer Klatsche nach Hause, die SG Bad Soden rückte mit dem 5:0 (1:0)-Erfolg erstmal wieder auf Platz zwei der Fußball-Verbandsliga Nord vor.

Doch das Ergebnis relativierte OSC-Trainer Mario Deppe nach Abpfiff direkt: „Am Ende steht ein 0:5, wo du nicht weißt, wie das entstanden ist oder wie du damit umgehen sollst“. Im Vorjahr holte Vellmar ein 1:1 an der Bornwiese, im Hinspiel dieser Saison stand es bis in die Nachspielzeit 4:4 (am Ende 4:6). „Natürlich wäre das heute ein Zusatzpunkt gewesen. Aber dass es möglich ist, hat man wieder gesehen. Nur waren wir nicht so effektiv“, bedauerte Deppe.

Insgesamt drei Tore fielen nach Eckbällen, in der ersten Halbzeit ließ Vellmar aus dem Spiel heraus gar kaum etwas zu. „Insgesamt war es schwierig, auf dem Platz Fußball zu spielen“, begründete Bad Sodens Trainer Lars Schmidt nach dem ersten Auftritt auf Rasen: „Wir haben vorher ein bisschen verändert, weil ich die geradlinigeren Typen heute brauchte – mehr als die leichtfertigen Zocker“. Doch die Sprudelkicker brauchten ihre Zeit, um sich einzugewöhnen. So verlief die erste Halbzeit ohne nennenswerte Chancen, bis Marcel Mosch einen Eckball brachte und Mirza Kovac die Hausherren in Führung schoss (Till Hilchenbach war ebenfalls beteiligt, über den Torschützen waren die Sodener sich zunächst uneins).

Nach dem Seitenwechsel stieg Lukas Ehlert zum Kopfball hoch und verwertete die nächste Ecke – und zumindest Deppe wusste nicht, „wann er mal ein Kopfballtor gemacht hat“. Marcel Mosch krönte seine Leistung aber noch weiter: Er selbst sorgte für die Vorentscheidung per Fernschuss, ehe David Costa Sabate – natürlich nach einer Ecke – nochmal nachlegte. Für den Schlusspunkt sorgte Joey D’Agostini mit einem tollen Solo in letzter Minute. „Gegen Lichtenau hatten wir auch ein paar Ecken, die wir kläglich vergeben haben. Aber die Positionen sind festgelegt“, freute sich Schmidt, dass es diesmal klappte.

Mario Deppe hingegen wollte die Partie schnell abhaken, auch wenn er das Ergebnis als „niederschmetternd“ verbuchen musste: „Wir wollten etwas tiefer stehen und über schnelle Konter nach vorne kommen. Das ist uns auch ganz gut gelungen. Wir haben es nur versäumt, nach Ballgewinnen immer die richtigen Pässe zu spielen“. Angst müsse der OSC im Abstiegskampf angesichts der Leistungen keine haben, so der Coach. Doch die nächsten Spiele gegen Eichenzell und Hofbieber werden nun umso wichitger.

Bad Soden: Duschner; Hilchenbach, Banh, Kovac, Ehlert, Costa Sabate, Neiter, Damm, Vinojcic, Mosch, Kymlicka (D’Agostini, Arsov, Noori, Alipek, Fiorentino).

Vellmar: Walter; Hesemeier, Scherer, van der Veen, Agyekum, Reimsche, Schade, Geisler, Porada, Maslak, Sen (Kara, Aydin).

Schiedsrichter: Felix Krauser (Eddersheim)

Tore: 1:0 Mirza Kovac (41.), 2:0 Lukas Ehlert (55.), 3:0 Marcel Mosch (58.), 4:0 David Costa Sabate (68.), 5:0 Joey D’Agostini (90.)

Zuschauer: 100

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