
(Bericht von osthessen-zeitung.de vom 29.März 2026) Dörnberg (jah) – Nächster Rückschlag für die SG Bad Soden im Kampf um den Aufstieg: Beim FSV Dörnberg unterlag die Mannschaft von Lars Schmidt auf dem kleinen Kunstrasen im Habichtswald verdient mit 1:3 (0:1), die Reserve des KSV Hessen Kassel ist an der Tabellenspitze der Fußball-Verbandsliga bereits auf zehn Punkte enteilt – und auch der Abstand nach hinten schmilzt, Dörnberg ist durch den Sieg beispielsweise auf drei Punkte an die Sprudelkicker herangerückt.
„Wir haben uns das natürlich ganz anders vorgestellt“, konstatierte Sodens Coach Lars Schmidt, der vor allem zwei Situationen als vorentscheidend herausstellte: Zum einen das 1:2 durch Rico Lotzgeselle nach ziemlich genau einer Stunde vom Elfmeterpunkt – Till Hilchenbach hatte nur 120 Sekunden zuvor für Bad Soden ausgeglichen, ein zumindest zweifelhafter Pfiff von Schiedsrichter Sebastian Schäfer sorgte dafür, dass Dörnberg den alten Abstand postwendend wieder herstellen konnte: „Angeblich haben wir oben geschoben, ich habe es nicht genau gesehen. Die Jungs meinten aber, dass das nicht unbedingt ein Elfmeter war“, haderte Schmidt. Zum anderen ärgerte sich der Trainer der Sprudelkicker über den Platzverweis gegen Hamed Noori etwa 15 Minuten später. „Da gehen wir einfach dumm in den Zweikampf“, betonte Schmidt: „Die Führung hat Dörnberg ohnehin nochmal Rückenwind gegeben, und in Unterzahl und angesichts des Rückstandes mussten wir dann Räume freigeben.“
So hätte Dörnberg das Spiel in der Schlussphase bereits früher entscheiden können, letztendlich machte erst Sandro Bätzing in der Nachspielzeit endgültig den Deckel drauf – die Gäste kamen in Unterzahl durch Marcel Mosch und Mirza Kovac nochmal zu Halbchancen, unter dem Strich geriet der Dörnberger Sieg jedoch nie mehr ernsthaft in Gefahr: „Es fühlt sich einfach bescheiden an gerade, das muss ich klar sagen“, bekannte Schmidt ehrlich – zumal sein Team im ersten Durchgang Chancen zum 1:0 liegenließ, nach einer Ecke jedoch die Zuordnung verlor und das Gegentor auf der anderen Seite kassierte (23.). „Trotzdem haben wir danach weitergemacht, das 1:1 war auch verdient“, analysierte der Sodener Trainer – der schnelle, erneute Gegentreffer und die anschließende Rote Karte sorgten jedoch mit dafür, dass die Sprudelkicker am Ende mit leeren Händen dastanden. „Das einzig Positive ist, wenn du die anderen Ergebnisse siehst, will uns scheinbar irgendjemand noch im Spiel halten“, schloss Schmidt und spielte auf die zeitgleiche Steinbacher Niederlage beim TSV Wabern an.
Dörnberg: Szarka; Scheuermann, Hansch, Bätzing, Müller, Dombai, Richter, Lotzgeselle, Bergmann, Ejupi, Schnegelsberg
Bad Soden: Myumyunov; Hilchenbach, Dagostino, Banh, Ehlert, Costa Sabate, Neiter, Damm (67. Arsov), Vinojcic (39. Pospischil), Mosch (82. Fiorentino), Kymlicka (67. Kovac)
Schiedsrichter: Sebastian Schäfer (Werra-Meißner)