
(Bericht von osthessen-zeitung.de vom 21.Januar 2026) Bad Soden (pf) – Wohin führt der Weg diesmal? Die SG Bad Soden hat noch eine halbe Saison in der Fußball-Verbandsliga vor sich – und vom Titel, über die dritte Relegation in Folge, bis zum undankbaren dritten Platz ist noch alles drin. Am Dienstag empfing Trainer Lars Schmidt die Sprudelkicker erstmal zur ersten Einheit der Vorbereitung an der Bornwiese.
Einen Haken konnte Schmidt schon vor dem offiziellen Trainingsauftakt an die Grundlagenausdauer machen: „Die Jungs haben was für sich gemacht, das war das, was ich mir vorgestellt habe“, studierte der Cheftrainer zufrieden die Leistungsnachweise seiner Spieler in den vergangenen Wochen. Ab sofort gehe es unter anderem darum, „wie wir die Flut der Gegentore minimieren können“, sagt Schmidt und deutet besonders auf die Spiele vor der Winterpause hin. Zwölf Gegentore in fünf Partien gab es dabei – zuvor kassierte Soden in zwölf Spielen ebenso viele Treffer.
Auf zwei Rekonvaleszenten setzt der Coach dabei auch: Till Hilchenbach und Jaroslav Kymlicka sollen in der Restrunde wieder Alternativen in der Defensive darstellen. Dabei trainierte Kymlicka schon vor der Winterpause mit dem Team, spürte die alte Verletzung aber in hohen Belastungen noch. Hilchenbach sei fit, ihm machten zuletzt aber die Schritte in Fußballschuhen auf hartem Boden zu schaffen – doch beide sollen in den nächsten Wochen zu alter Form finden. Neuzugänge gab es im Winter keine, als Abgang wurde Marcello Krayer schon vor Weihnachten kommuniziert.
Damit hat Schmidt sein Spielermaterial – und könnte etwas basteln. Die Überlegungen von der Dreierkette, die die Sprudelkicker öfter spielten, hin zur Viererkette, sind ausgereift. Der Trainer möchte mehr Stabilität in der Defensive haben, ohne dabei aber vorne an Durchschlagskraft zu verlieren.
Das Testspiel-Programm startet gegen Gedern, unter anderem steht der Hünfelder SV noch als Gegner auf der Liste. Mit einigen Trainern habe Schmidt darüber hinaus gesprochen und noch die Möglichkeit, weitere Spiele einzubauen – falls nötig. Zunächst sind es fünf, schon am 28. Februar soll die Restrunde gegen Hofbieber starten.
Taktische Feinheiten im Spielaufbau wollen sich die Sodener ebenfalls erarbeiten und implementieren, allerdings merkt Schmidt dabei an, „dass zu viele 100-prozentige Vorgaben auch nicht gut sind“. Der Stil soll demnach zwischen Organisation und Kreativität liegen. Wo der Weg der Sprudelkicker hinführt, wird sich dann bis Ende Mai zeigen. Zwei Schlüsselspiele können sich die Anhänger schon mal im Kalender einkreisen: Gründonnerstag, 2. April, in Steinbach, und am 9. Mai das Heimspiel gegen Tabellenführer Hessen Kassel II.
Sa., 24. Januar, 13.30 Uhr: FCA Gedern (H)
Sa., 31. Januar, 14.30 Uhr: Spvgg. Dietesheim (A)
Sa., 7. Februar, 14.30 Uhr: Hünfelder SV (A)
Sa., 14. Februar, 12.30 Uhr: Kickers Obertshausen (H)