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(Bericht von osthessen-zeitung.de vom 14.März 2026) Hessisch-Lichtenau (pf) – Einen Punkt spät gewonnen, aber etwas Kontakt zum Spitzenreiter aus Kassel verloren: Die SG Bad Soden konnte am Samstag einmal mehr nicht beim Lichtenauer FV gewinnen, verdiente sich aber das späte 1:1 (0:0)-Remis mit einer spielerischen Steigerung zur Vorwoche.

Halbvoll war das Glas, weil Sodens Trainer Lars Schmidt nach der Pleite gegen Wabern eine Reaktion sah, und die Sodener sich spät belohnen konnten. Halbleer war es wiederum auch, denn es gab nur einen statt drei Punkte, die in Lichtenau selten sind, aber absolut möglich waren: „Nach der Leistung müssen wir eigentlich mit einem Sieg nach Hause fahren. Am Ende kannst du aber natürlich auch froh sein, dass du den Ausgleich in der Nachspielzeit machst“, sagte Schmidt.

In der ersten Hälfte hatte Soden schon optisch leichtes Übergewicht, tat sich aber noch schwer, in die gefährlichen Zonen zu kommen. „Es war eher ein Abnutzungskampf“, beschrieb der Trainer. Große Torchancen gab es wenige, folgerichtig stand es zur Pause 0:0. Doch die Sprudelkicker konnten noch eine Schippe drauflegen: Mit viel Ballbesitz kam der Gast aus der Kabine, hätte schon durch Lukas Ehlert in Führung gehen können, auch ein Pfostentreffer war dabei. Dann folgte die kalte Dusche: Artem Koteliukh versenkte einen Freistoß nahe der Strafraumkante im Kasten von Ferdi Myumyunov. „Den haut er überragend rein“, zollte auch Schmidt Respekt, doch konnte genauso zufrieden mit der Reaktion seiner Elf sein: Weitere Chancen wurden versiebt, der Ausgleich ließ auf sich warten. „Natürlich hat die Führung Lichtenau in die Katen gespielt“, sagte der Trainer hinsichtlich des Kunstrasenplatzes: „Der ist noch schmaler als unserer, das war mal etwas Neues. Aber trotzdem war das eine engagierte und fußballerisch gute Leistung von uns“. Und was aus dem Spiel heraus nicht klappte, geling per Standard: Lukas Ehlert versenkte ebenfalls einen Freistoß in der Nachspielzeit im Tor. „Vielleicht etwas glücklich, weil er nicht unhaltbar aussah“, befand Schmidt – doch am Ende absolut verdient.

Wohlwissend, „dass Steinbach wahrscheinlich gegen Hofbieber gewinnt“, blickte Schmidt auf den Sonntag und befürchtete, dass sein Team auf Platz drei abrutscht, während Primus Hessen Kassel II parallel siegte. „Aber entscheidend ist erstmal die Leistung im Gesamtbild. Die war heute gut, auch wenn sich das Ergebnis nicht leistungsgerecht anfühlt. Aber mit solchen Auftritten können wir im Rennen bleiben“.

Lichtenau: Bantis; Vidal Gadea, Koteliukh, Graur, Cucu (68. Ludwig), Orellana (75. Mosneagu), Grosu (90. Isilak), Kugler, Bursuc, Vogelsang (81. Vasylchenko), Elsherbini.

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