(Bericht von osthessen-zeitung.de vom 7.Juni 2026) Bad Soden (jah) – Es hat einfach nicht sollen sein für die SG Bad Soden: Bereits im dritten Jahr in Folge sind die Sprudelkicker in der Relegation zur Fußball-Hessenliga gescheitert. Im Rückspiel gegen die SG Bornheim keimte nach dem Führungstreffer durch Mirza Kovac nur kurz Hoffnung auf, durch das 1:1 (0:0) zogen am Ende aber die Gäste ins Finale gegen den CSC Kassel ein. Für Lars Schmidt war es zugleich der Abschied als Trainer der Sodener.

In einem Spiel, in dem beide Teams vor allem in der Anfangsphase Fehler vermeiden wollten, war es am Ende Felix Casalino, der die Aufstiegshoffnungen der SG Bad Soden zunichtemachte: Sein flacher Abschluss ins lange Eck war für Bad Sodens Schlussmann Ferdi Myumyunov nicht zu halten (67.) – und das 1:1 war gleichzeitig die perfekte Bornheimer Antwort auf den Führungstreffer der Gastgeber nur wenige Minuten zuvor: Wie schon im Hinspiel traf Mirza Kovac für die Sprudelkicker, ebenfalls per Flachschuss aus 13 Metern. Die Gäste aus dem Frankfurter Stadtteil hatten zuvor einige Möglichkeiten vergeben, verschafften sich durch den postwendenden Ausgleich aber wieder den Vorteil und verteidigten das Unentschieden bis zum Schlusspfiff. Die Elf von Trainer Lars Schmidt warf noch einmal alles nach vorne, der eine Treffer, der zur Verlängerung geführt hätte, wollte den Hausherren aber nicht mehr gelingen. Ilir Memeti und Mirza Kovac hatten in der Schlussphase nochmal die eine oder andere Halbchance. „Wenn du 1:0 in Führung gehst, darfst du nicht nur drei oder vier Minuten später den Ausgleich kassieren“, haderte Schmidt: „Das war eigentlich recht einfach zu verteidigen, wir haben da nicht aufgepasst. Durch den Ausgleich hat Bornheim wieder den Mut gefunden, für uns ist es schwieriger geworden.“

Nach den verpassten Aufstiegen in den beiden Vorjahren scheitert Bad Soden damit zum dritten Mal in Folge in der Relegation – und für Lars Schmidt endet damit auch die Amtszeit als Trainer, im Sommer übernimmt nun Sead Mehic an der Seitenlinie. „Natürlich überwiegt gerade die Enttäuschung. Es war eine sehr schöne Zeit in Bad Soden, am Ende tut es mir leid, dass uns nicht der Abschluss gelungen ist, den wir uns alle gewünscht haben“, resümierte Lars Schmidt und sprach sowohl Mannschaft als auch den Sodener Verantwortlichen abschließend nochmal ein großes Lob aus: „Die Mannschaft war intellektuell und charakterlich auf höchstem Niveau, der Vorstand genauso. Es waren immer gute Gespräche, man konnte sich immer austauschen und auf den anderen verlassen.“ Für den scheidenden Trainer steht nun erstmal eine Auszeit an, über ein mögliches Comeback an der Seitenlinie macht sich Schmidt derzeit noch keine Gedanken: „Es ist schon ein Abschnitt, den ich definitiv missen werde. Mal schauen, ob es mich irgendwann wieder juckt – aber wenn nicht, ist das auch nicht so dramatisch.“ Bornheim und der CSC Kassel hingegen duellieren sich in einem alles entscheidenden Spiel um den letzten Platz in der Hessenliga – die Partie findet übrigens am kommenden Mittwoch in Eichenzell statt.

Bad Soden: Myumyunov; Hilchenbach, Banh, Kovac, Costa Sabate (78. I. Memeti), Damm, Mosch (66. Dagostino), Kymlicka, Alipek, Pospischil (62. Noori), A. Memeti (76. Ljutic)

Bornheim: Colombo; Zeller, Zerouali, Knell (81. Bauscher), Casalino, Dilem, Boujerad, Tewelde, Amoa, Schwarz, Azaitouni

Schiedsrichter: Patrick Haustein (Großen-Buseck)

Tore: 1:0 Mirza Kovac (64.), 1:1 Felix Casalino (67.)

Zuschauer: 900

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