
(Bericht von osthessen-zeitung.de vom 16.Mai 2026) Eiterfeld (pf) – Was für ein wilder Ritt in Leimbach: Die SG Bad Soden hatte am Ende dieses Samstags Platz zwei in der Fußball-Verbandsliga Nord sicher – musste sich allerdings bei der abstiegsbedrohten SG Eiterfeld/Leimbach richtig strecken. Der 4:2 (1:2)-Sieg war letztlich nicht unverdient, die Sprudelkicker drehten gar einen frühen Zwei-Tore-Rückstand.
Nach dem Kreispokalsieg unter der Woche musste die SG Bad Soden alle Kräfte sammeln, um in Leimbach zu bestehen: Dort forderte die SGEL schon Spitzenreiter Hessen Kassel II vor wenigen Wochen heraus und errang ein 1:1, entsprechend vorgewarnt waren die Sprudelkicker – auch von den Löwen persönlich. Doch Trainer Lars Schmidt stellte erst einmal klar: „So fürchterlich, wie der Platz für Kassel damals war, war er nicht – sondern in Ordnung“.
Die Gastgeber erwischten Soden allerdings voll auf dem falschen Fuß: Kramer und Winter gaben die ersten Warnschüsse binnen fünf Minuten ab, ehe Samuel Hildebrand die Führung gelang. Schlüsselspieler Joshua Winter sorgte wenig später gar selbst für das 2:0, Soden musste sich sortieren. Denn noch mehr Hochkaräter hatten die Hausherren in Hälfte eins vergeben. „Wir haben hinten eine neue Formation gespielt, aber waren erstmal nicht so straff, wie du es brauchst“, sagte Schmidt, der allerdings nicht panisch wurde: „Wir haben uns aber auch nicht anstecken lassen vom Zwischenstand oder gewissen Situationen und wollten unsere fußballerischen Qualitäten auf den Platz bringen“.
So kamen die Gäste schon vor der Pause besser rein ins Spiel, hatten die ersten Gelegenheiten und kamen durch Kapitän Neiter, der einen Eckball einnickte, schließlich zum Anschluss. „Das war gut – und auch gut war, dass der Ausgleich früh fällt“, freute sich Schmidt über das 2:2 durch Nico Damm nur drei Minuten nach dem Seitenwechsel. Fortan waren die Sprudelkicker das aktivere Team, folgerichtig gelang Lukas Ehlert das 3:2 und Hamed Noori in der Nachspielzeit das vierte Tor. Allerdings vergab die SGEL kurz zuvor in Person von Joker Christian Winter den Ausgleich, als Soden auf der Linie wach war. „Es war in einem gesunden Rahmen“, bilanzierte Schmidt nach dem Comeback: „Allerdings nicht in dem, den wir für ein Relegationsspiel bräuchten“.
Beim Blick auf die Aufstellung stach außerdem Daniele Fiorentino heraus, der von Beginn an am Platz stand. Sein Trainer schmunzelte nur: „Er wird ein Faktor in der Relegation, vielleicht nicht über 90 Minuten, aber für die besonderen Augenblicke. Wir kennen uns ja schon gefühlte 35 Jahre, er braucht jetzt diese Spielzeit, damit er dann Einfluss haben kann“.
Eiterfeld/L.: Budenz; Preis, Kurz, Rakk, Winter, Kramer, Schilling, Yildiz, Hildebrand, Wolf, L. Köller (F. Petrich, R. Köller, Mertens, Winter).
Bad Soden: Myumyunov; Banh, Ehlert, Fiorentino, Costa Sabate, Neiter, Damm, Vinojcic, Mosch, Kymlicka, Arsov (Pospischil, Noori, D’Agostini, Memeti).
Schiedsrichter: Malte Sattler (Stadtallendorf)
Tore: 1:0 Samuel Hildebrand (6.), 2:0 Joshua Winter (18.), 2:1 Christoph Neiter (42.), 2:2 Nico Damm (48.), 2:3 Lukas Ehlert (69.), 2:4 Hamed Noori (90.+2)
Zuschauer: 150