
(Bericht von osthessen-zeitung.de vom 03.Juni 2026) Bad Soden (jah) – Die reguläre Saison in der Fußball-Verbandsliga ist zu Ende – wie schon in den vergangenen zwei Jahren geht die Spielzeit für die SG Bad Soden aber in die Verlängerung: Die Sprudelkicker nehmen erneut an der Relegation zur Hessenliga teil und wollen im dritten Versuch in Folge endlich den Aufstieg perfekt machen. Los geht’s für die Elf von Lars Schmidt mit dem Halbfinal-Hinspiel an Fronleichnam bei der SG Bornheim, Anpfiff im Frankfurter Stadtteil ist um 15 Uhr.
Die Vorzeichen vor dem Aufeinandertreffen sind ähnlich: Sowohl Bad Soden als auch Bornheim kommen aus einer bärenstarken Rückrunde ihrer jeweiligen Verbandsliga-Staffel. Die Sprudelkicker holten aus 16 Spielen 36 Punkte, lediglich Meister Hessen Kassel II war besser. Die Grün-Weißen belegen in der Rückrundentabelle zwar nur den neunten Rang, konnten von den letzten Spielen zehn Spielen in der Verbandsliga Süd aber neun gewinnen – unter anderem an den letzten beiden Spieltagen gegen die Verfolger Rot-Weiß Frankfurt und die Sportfreunde Seligenstadt, das Ex-Team von Sodens Trainer Lars Schmidt, der beim 3:0-Sieg der Bornheimer ebenfalls vor Ort war. „Wir hatten ja bereits ein Vorbereitungsspiel gegen Bornheim, das hat aber nichts mehr mit der jetzigen Mannschaft zu tun“, erklärt Schmidt im Vorfeld des Relegations-Hinspiels: „Aber ich habe die Euphorie mitbekommen, die rund um die Relegationsteilnahme im Verein herrscht. Die leben die Relegation mit jeder Faser, das ist interessant uns sehr schön zu sehen. Das gibt uns auch eine gewisse Freude, dort hinzufahren.“
Die Reise in den Frankfurter Stadtteil treten die Sprudelkicker aber logischerweise nicht an, um nur Freundschaften zu schließen: Vielmehr wollen Schmidt und Co. das Ergebnis so gestalten, um im Rückspiel vor heimischem Publikum sämtliche Trümpfe in der Hand zu haben – dass das nicht einfach wird, ist im Lager der Sodener aber jedem bewusst: „Wir wissen um die Spielstärke von Bornheim. Sie können auf engsten Raum kombinieren, sind gut im Eins-gegen-Eins und suchen die Bälle in die Tiefe“, analysiert Schmidt den Gegner, der bereits vor drei Jahren an der Hessenliga-Relegation teilnahm und im Halbfinale damals die SG Bronnzell eliminierte: „Ich erinnere mich noch gut an die Spiele. Bronnzell hat im Hinspiel schon fünf Stück kassiert und dann ist die Sache auch ganz schnell gelaufen“, warnt der Sodener Coach, dessen Team sich jedoch nicht an die Spielweise des Gegners anpassen will: „Unsere DNA wird sich anhand des Gegners ja nicht verändern. Wir schauen auf unsere Stärken, und die liegen im Ballbesitz.“
Personell muss Schmidt im Hinspiel auf drei Spieler verzichten: Anto Vinojcic wird bis Donnerstag nicht fit, „da besteht aber zumindest die Hoffnung in Richtung Rückspiel“, erläutert der Übungsleiter. Der zuletzt so formstarke Spase Arsov fällt hingegen für die komplette Relegation aus, Nico Damm kehrt erst am Donnerstagabend aus Kanada zurück und stellt entsprechend frühestens für das Rückspiel wieder eine Option dar. Im zweiten Halbfinale duellieren sich im Übrigen der CSC Kassel und TuS Hornau – zwei Teams, die Bad Soden gut kennt: Mit dem CSC kämpften die Sprudelkicker in der vergangenen Saison um die Meisterschaft, die sich am Ende die Nordhessen sichern konnten. Gegen Hornau unterlagen Schmidt und Co. vor zwei Jahren im Finale der Aufstiegsspiele. „Natürlich haben wir bereits unsere Erfahrungen mit den anderen beiden Teams gemacht, aber darauf schaue ich nicht. Das zählt für uns noch nicht, das liegt noch ‚weit‘ in der Zukunft“, betont Lars Schmidt abschließend: „Es geht einzig und allein darum, uns für das Finale zu qualifizieren.“