Mirza Kovac traf für die SG Bad Soden (Archivfoto von sportfotos-mkk)

(Bericht von osthessen-zeitung.de vom 04.Juni 2026) Bornheim (pk) – Die Fußballer der SG Bad Soden gehen mit einer knappen Niederlage in das Relegations-Rückspiel am kommenden Sonntag. Der Nord-Verbandsligist musste sich im Halbfinal-Hinspiel bei der SG Bornheim/GW mit 1:2 (0:1) geschlagen geben. Damit benötigen die Sprudelkicker auf heimischem Rasen zwingend einen Sieg, um die Chance auf den Aufstieg in die Hessenliga zu wahren.

Es war die 79. Minute, die die Hoffnung für das Rückspiel wieder zurückbrachte: Nach einer Ecke von Marcel Mosch stieg Mirza Kovac am höchsten und markierte das extrem wichtige und umjubelte Tor zum 1:2-Endstand aus Sodener Sicht. Dadurch reicht im Rückspiel ein Sieg mit einem Tor Abstand, um sich in die Verlängerung zu hieven.

Schon vor der Partie gab es allerdings die erste Hiobsbotschaft für die Mannschaft von Trainer Lars Schmidt: Toptorschütze und Leistungsträger Lukas Ehlert fiel verletzungsbedingt aus. „Er wird für die komplette Relegation nicht zur Verfügung stehen“, so Schmidt im Nachgang der Partie und mit Blick auf die kommende(n) Aufgabe(n).

Getragen von der Kulisse der rund 800 Zuschauer versuchten die Sodener zwar die Partie zu kontrollieren, doch Schmidt sah den Auftakt kritisch. „Wir haben die ersten 30 Minuten gebraucht, um ins Spiel zu kommen. Die Jungs haben sich dagegengestemmt“. Mitten in diese Phase hinein fiel auch der bittere Rückstand. Dem 1:0 in der 25. Minute durch Bornheims Jonathan Muntu gingen heftige Proteste der Gäste voraus, die zuvor ein klares Handspiel gesehen hatten. Der Pfiff durch Schiedsrichter Tim Waldinger blieb jedoch aus, der Angriff lief weiter und Muntu netzte aus gut 18 Metern flach ins Eck ein. Auch Schmidt konnte den ausbleibenden Pfiff nicht verstehen: „Ich habe die Aktion gesehen. Für mich war es ein klares Handspiel. Der Schiedsrichter wird aber seine Gründe gehabt haben, es nicht zu pfeifen.“ Das Tor zeigte zunächst einmal Wirkung bei den Sprudelkickern, die bis zur Halbzeit bemüht waren, wieder Struktur ins eigene Spiel zu bekommen; sie kamen jedoch nicht mehr zwingend gefährlich vor das gegnerische Gehäuse.

 Nach der Pause verlief das Spiel zunächst ruhig, ehe Mitte des zweiten Durchgangs dann der nächste Dämpfer folgte: Die Sodener Defensive agierte auf dem Kunstrasen zu passiv, Bornheim kombinierte sich erneut blitzschnell nach vorne und Lukas Knell hob den Ball lässig und eiskalt über Keeper Daniel Duschner hinweg zum 2:0 in die Maschen. „Es war das erwartete Spiel. Es war ein Gegner, der sehr flüssig zur Box kombiniert“, bilanzierte der Übungsleiter. Danach bewiesen die Sprudelkicker jedoch Moral, steckten nicht auf und belohnten sich schließlich mit dem späten Anschlusstreffer durch Kovac. „Das Tor hält die Tür ein Stück weit offen“, bemerkte Schmidt abschließend. Auf heimischem Rasen empfängt die SG Bad Soden am Sonntag um 15 Uhr die SG Bornheim zum entscheidenden Rückspiel.

Bornheim: Colombo; Zerouali (88. H. Boujerad), Muntu (55. Dilem), Knell, Albert, A. Boujerad, T. Tewelde, Amoa, Schwarz, J. Tewelde (78. Bauscher), Azaitouni.

Bad Soden: Duschner; Hilchenbach, Banh, Kovac, Fiorentino (60. Noori), Costa Sabate (90.+4 Saracevic), Ljutic (60. D’agostini), Mosch (90.+2 I. Memeti), Kymlicka, A. Memeti, Pospischil.

Schiedsrichter: Tim Waldinger (TSV Rauschenberg)

Tore: 1:0 Jonathan Muntu (25.), 2:0 Lukas Knell (64.), 2:1 Mirza Kovac (79.)

Zuschauer: 800

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